100 Jahre alt werden in Gottenheim!

11. April 2015: 100. Geburtstag von Rosa Hagios

100 plus Jahre in Gottenheim

Bei guter Gesundheit und im Kreise ihrer Familie konnte Rosa Maria Hagios aus Gottenheim am Samstag, 11. April 2015, ihren 100. Geburtstag feiern. Zum Gratulieren kamen nicht nur Freunde und Nachbarn in großer Zahl ins Gemeindehaus St. Stephan, wo gefeiert wurde. Auch zwei Bürgermeister gratulierten der fröhlichen Jubilarin. Denn neben Bürgermeister Christian Riesterer war auch sein Vorgänger Volker Kieber gekommen, um zu gratulieren. Bürgermeister Riesterer überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Gottenheim sowie der Landrätin Dorothea Störr-Ritter und eine Urkunde des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann. Als Geschenk hatte der Bürgermeister, der, wie er sagte, gerade halb so alt sei wie die Jubilarin, nicht nur Blumen, sondern auch eine Schwarzwälder Kirschtorte dekoriert mit der Zahl 100 dabei.

Musikalisch wurde die Feier, die vom jüngsten Sohn Dieter und seinen Geschwistern Hildegard, Manfred, Elfriede und Hansjörg vorbereitet worden war, vom Männergesangverein Liederkranz Gottenheim gestaltet, der unter der Leitung seiner Dirigentin Cécile Couron bewegende Lieder von der Liebe und dem Leben sang.

Als Rosa Maria Pfeil am 11. April 1915 im elsässischen Mülhausen während des 1. Weltkrieges geboren wurde, war das Elsass deutsch. Nach dem Krieg wurde die siebenjährige Rosa 1922 zusammen mit ihrem Bruder Marcel, ihrer Mutter und ihrer Großmutter in einen Bus gesetzt und nach Gottenheim gebracht. Hier blieb sie ihr ganzes weiteres Leben lang, heiratete 1936 ihren Mann Wilhelm Hagios, hat fünf Kinder geboren und aufgezogen, ihren Mann begraben, neun Enkel und 13 Urenkel aufwachsen sehen.

Nach einigen Umzügen im Dorf wohnt Rosa Hagios nun schon seit Jahrzehnten in ihrer Wohnung im alten Schulhaus in der Kirchstraße, wo sie sich immer noch sehr wohlfühlt. Sie hat viel gekämpft. Mit wenigen Mitteln hat sie uns Kinder aufgezogen, erinnert sich Sohn Dieter. Heute können wir ihr etwas von ihrer Liebe und ihrer Herzensgüte zurückgeben. Nach einem schweren Leben mit vielen Schicksalsschlägen, genießt die Jubilarin nun jeden Tag. Immer am Donnerstag besucht sie schon seit Oktober 2011 mit viel Freude die Betreuungsgruppe der kirchlichen Sozialstation Nördlicher Breisgau im Gemeindehaus St. Stephan, mit Nachrichten aus dem Fernsehen und mit Lesen hält sie sich auf dem Laufenden, wie Sohn Dieter erzählt.

Mit Freude und wachem Sinn nahm sie am Samstag auch die vielen Glückwünsche und Geschenke der Gratulanten entgegen. Nach einer Mittagspause und einem Schläfchen nahm Rosa Hagios auch am Nachmittag und bis in den Abend an der Geburtstagsfeier teil, zu der sogar eine Enkelin mit ihrer Familie aus USA angereist war.

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Text und Bilder: Marianne Ambs


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