1. Juni 2007: Gemeinde Gottenheim bricht Fussgängerzonen-Versuch nach 1 Jahr erfolglos ab!
Erste Schock-Bilder vom Gottenheimer Fußgängerzonen-Versuch, nach dem völlig überraschenden Abbruch des BE-Projekts:
Tipp: Zur Vergrößerung Miniaturbild anklicken. Anklicken der Vergrößerung springt zurück... Alle Bilder: Truk Hcabnetrah
Im Rahmen der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen in der Gottenheimer Hauptstraße (Abwasser, Wasser, Erdgas, Strom, Telefon, Breitbandkabel, Gehwege, Parkplätze, Straßenbäume u.v.a.m.)
wurde bekanntermaßen im Rahmen des Pilotprojekts "Enger ist langsamer" und mit Unterstützung des Landesprogramms "Mehr Fussgänger ins Dorf!" ein Jahr lang
mitten in Gottenheim eine dorfgerechte Fußgängerzone intensiv getestet und durch Bürgerbefragungen wissenschaftlich begleitet.
Zur Mitarbeit aufgerufen waren neben den Dorfbewohnern entlang der Hauptstraße auch die Autofahrer der gesamten Umgebung,
die sich im Frühjahr 2006 im Rahmen einer Umfrage "Bahnhofstraße oder Lempeweg ?" mit klarer Mehrheit für die asphaltierte Bahnhofstraße ausgesprochen hatten.
Nachdem die attraktiven Betonkübel in der Bahnhofstraße einer modernen, trostlosen Lichtorgel weichen mussen, ging es bereits mit den Grabungsarbeiten im ehemaligen Rheinauengebiet los:
Schnell stieß man auf Grundwasser guter Qualität, was zumindest in der Hauptstraße unerwartet hoch anstand. Neben interessanten "Wasserleitungs-Kreuzungen" wurden auch mehrere
prähistorische Hausanschlüsse und Gasleitungen aus der Gründerzeit entdeckt und prompt dem Denk-Mal-Schutz-Amt bzw. dem Technischen Museum Mannheim gemeldet.
Dafür hat die (vgl. "Alt & Jung begegnen sich") gewünschte Kommunikation der links- und rechtsseitig gelegegen Bewohner der Hauptstraße enorm zugenommen!
Nachbarn, die sich in den letzten Jahren fremd geworden waren, fanden Zeit und Ruhe (nur gelegentlich durch ein Fahrrad oder einen Traktor gestört),
um mitten auf der Dorfstraße miteinander zu reden.
Leider fand die erhoffte Belebung der fußläufig erreichbaren Geschäfte im City-Bereich von Gottenheim nicht wie geplant statt.
Im Gegenteil: der Verkauf von Schlaftabletten gegen Ein- und Durchschlafstörungen hat stark abgenommen und
konnte auch durch den Verkauf von Ohrstöpseln an die Anwohner der Bahnhofstraße nur kurzzeitig kompensiert werden...
So sah sich Andreas S. (Mitarbeiter des Rathauses) am Freitag gezwungen, dem Druck der Straße nachzugeben und die "main street" wieder freizugeben.
Allerdings hat er dabei bereits gemeinsam mit der badenova angedroht, dass noch dieses Jahr auch in den Nebenstraßen jederzeit, wenn auch nur befristet bis zum 1. 4. 2008, neue Fußgängerzonen möglich sind!
Am Wochenende beim SVG-Turnier hat sich eine Bürgerinitiative "Hauptstraßentunnel - Mit MUT in den Untergrund!" gebildet,
die demnächst eine echte "Gründungsversammlung" und einen 1. Spatenstich auf dem Kronenplatz veranstalten wird.
Wie aus ansonsten gut unterrichteten, regierungsnahen Kreisen soeben unter dem Mantel der Verschwiegenheit mitgeteilt wurde,
plant BM Kieber seinen Urlaub kurzfristig bis Ende der Woche abzubrechen, um in einer Bürgerversammlung die Bürger über die Alternativen der Gemeinde zu informieren und
das benötigte Bürgerengagement einzufordern...
Demnächst mehr dazu - wie immer - hier im Internet oder im Gemeindeblätte unter "Verlore & G'funde" !
Gerücht: Truk Hcabnetrah, Pressereferent der NGO "Wenn die Katz aus dem Haus (und Saure-Gurkenzeit) ist, dann tanzen..."