| Aus dem Gemeindeblatt vom 13. Nov. 2009:
„Das war eine Punktlandung“, freut sich Bürgermeister Volker Kieber über die zügige Umsetzung des Gemeinderats-Beschlusses vom 16. Februar dieses Jahres, bis zum Schuljahresbeginn im September 2009 eine kommunale Kleinkindbetreuung anzubieten. In kürzester Zeit und unter großen Anstrengungen der Verwaltung habe die Gemeinde den Wunsch vieler Familien umgesetzt, schon jetzt eine Kleinkindbetreuung anzubieten. Dem Gemeinderatsbeschluss im Februar waren Bedarfsumfragen vorausgegangen, um bei Familien mit kleinen Kindern die Wünsche nach Betreuung zu ermitteln. Die erste Umfrage für das Kindergartenjahr 2008/09 hatte schon einen großen Bedarf an Betreuung der kleinsten Familienmitglieder ergeben. „Ein Prozent der Bürger bezogen auf die Einwohner der Gemeinde Gottenheim haben Bedarf an einer Kleinkindbetreuung angemeldet“, so der Bürgermeister. „Wir haben dann die Thematik intensiv im Gemeinderat diskutiert, nach Möglichkeiten und geeigneten Räumen gesucht.“ Diese fanden sich nach dem Umzug der Hauptschule nach Bötzingen im Schulhaus. Nach dem Gemeinderatsbeschluss im Februar, in Gottenheim eine Kleinkindbetreuung in kommunaler Trägerschaft einzurichten, wurde zügig die Umsetzung in Angriff genommen. Am 11. März wurden interessierte Eltern zu einem Informationsgespräch ins Rathaus eingeladen. Im April 2009 wurden die Bauherren im Neubaugebiet Steinacker-Berg noch einmal angeschrieben und die Bedarfsumfrage wurde aktualisiert. Am 20. April wurde im Gemeinderat der Einstellungsbeschluss für die Betreuungskräfte gefasst, und am 1. Juni des Jahres nahmen die Erzieherinnen Tanja Herrmann und Birgit Wenz ihre Arbeit auf. |
Im Rathaus wurde ein Büro eingerichtet: Hier arbeiteten Tanja Herrmann und Birgit Wenz eine umfassende pädagogische Konzeption aus, die Betriebserlaubnis wurde beantragt und die Gestaltung sowie die Einrichtung der Räume wurde erarbeitet. „Wir haben alles selbst gemacht, die „Schatzinsel“ ist unsere eigene Schöpfung“, betonen die Erzieherinnen. Unterdessen wurde im Juni auch der Antrag auf Fördergelder beim Regierungspräsidium gestellt, am 24. Juni wurde der Bauantrag eingereicht und schon am 29. Juni traf der Bewilligungsbescheid über einen Zuschuss zur Einrichtung einer Kleinkindbetreuung von 70 000 Euro aus dem Regierungspräsidium ein. Insgesamt wurden in die Einrichtung 120 000 Euro investiert. Pünktlich zum 14. September konnte schließlich die „Schatzinsel“ eröffnet werden. „Das ist eine tolle Leistung, die nur durch das große Engagement der Verwaltungsmitarbeiter möglich war“, betont Bürgermeister Volker Kieber. Ein großes Lob habe vor allem Andreas Schupp vom Bauamt verdient, der die Planung und die Bauüberwachung in Eigenregie gestemmt habe. „In sechs Wochen waren die Klassenräume umgebaut“, so Kieber. Und auch die Erzieherinnen, das „Schatzinsel-Team“ habe tolle Arbeit gemacht. Mit großer Begeisterung kümmern sich Tanja Herrmann und Birgit Wenz nun seit einigen Wochenumdie neun Jungen und ein Mädchen unter drei Jahren. „Alle Kinder haben sich bei uns gut eingelebt“, freuen sich die Erzieherinnen. Nun sei es Zeit, die Einrichtung der Bevölkerung vorzustellen. |