BürgerScheune: Goschehobel
Urgesteine der alemannischen Folk-Rock-Szene am 16. September 2010
- Der Abend fing verhalten und melancholisch an. Goschehobel, in Gottenheim verstärkt durch den Musiker Oliver Fabro, wussten die Stimmung aufzunehmen und zu nutzen. Mit langsamen,
balladesken Songs starteten die Musiker in den Abend:
Streck dini Wurzle in d’ Luft un kletter nuff ins Sternezelt, streck dini Wurzle in d’Luft, schaff dir ä freii
Welt
so einer der Refrains, die die trüben Gedanken vertrieben und die Stimmung in der Scheune hoben.
- Richtig leidenschaftlich wurde es nach der Pause: Da entfachte Urban Huber-Wölfle sein komödiantisches Talent. Oliver Fabro heizte mit schnellen Gitarrenriffs ein und Eberhard
Jäckle erinnerte mit Songs wie
Theke-Engel
und Erinnerunge
an die wilden Tage der Jugend. Urban Huber-Wölfles Können auf dem Goschehobel
,
der Mundharmonika, überzeugte genauso, wie der Revoluzzer
-Unterton, den Eberhard Jäckle immer wieder durchscheinen lies.
- Selbstironie und hellsichtige Erkenntnisse des täglichen Lebens zeichnen die Texte von Goschehobel aus. Doch das Duo, das seit fast 25 Jahren auf den Kleinkunstbühnen in
Süddeutschland unterwegs ist, kann auch anders. In
Räge, Wind und Fiir
dichten die Schwarzwälder ein Gedicht von Wolfgang Borchert um, und der Song
Was fier Kerli
erinnertsehr an eine bekannte englische Rock-Hymne…
- Gegen 23 Uhr ist es sehr heiß in der Bürgerscheune. Urban Huber- Wölfle, Eberhard Jäckle und Oliver Fabro haben sich warm gespielt. Zeit für eine andere
Hymne:
Nack-, nack-, nackig am BaggeBaggersee
(besser bekannt als Knockin´on Heavens Door
) tönt es aus vielen Kehlen. Die Scheune brodelt. Es folgen
zwei Zugaben und der Dank von Goschehobel an die Veranstalter, die Bürgergruppe BürgerScheune
, die die Mundart-Rocker nach Gottenheim geholt haben. Wir kommen
gerne wieder
, verspricht Eberhard Jäckle.
- Weitere Informationen unter www.goschehobel.de