Hof von Umkirch mit Kirche und ihren Filialen nämlich Gottenheim und andere, zu ihr gehörende Kapellen. Über den Zustand der ersten Kapelle weiß man nichts, sie wird wohl eine Holzkapelle gewesen sein.. Erst später wird die Kirche aus Stein erbaut und danach darüber der Turm errichtet. Der Kirchturm wurde in den Landpfarreien gewöhnlich zum Zwecke der Unterbringung der Glocken, die zumeist Eigentum der Gemeinden sind, gebaut.
Ruinosa-Kapelleberichtet. Mit der Wiederherstellung der ruinierten Kapelle wird dann auch der ehemalige Turm errichtet worden sein. Dieser spätgotische Chorturm enthielt ein Kreuzgewölbe mit spitzbogigem Wandbogen, dessen Rippen auf mit Schildchen versehenen Trägern saßen. Den Schlußstein zierte das Haupt Christi. Bei der Restaurierung 1893 wurden wertvolle historische Wandmalereien entdeckt, darstellend die Gestalt Christi umgeben von den 12 Aposteln. Ferner Sanctus Stephanus, Sanctus Andreas, Sanctus Thomas und Sanctus Bartholomäus. Unter dem Triumpfbogen ist eine Szene mit der Madonna und den Engeln, ähnlich wie in Breisach, zur Darstellung gelangt.
ruinöserhalten. Es dauerte 100 Jahre, bis die Gottenheimer wieder ein würdiges Gotteshaus erhielten. Das Kirchenschiff wurde im Jahre 1727 fertig gebaut, wie am unteren Torbogen zu lesen ist. Das Langhaus und Chor wurden schräg nach Nordosten abgeknickt errichtet und der Turmchor als Eingangshalle umgebaut miteinbezogen. Am 5. August 1727 erfolgte am Patroziniumstag (St. Stephanus Auffindung), die Konsekration der Kirche durch den Konstanzer Weihbischof und Generalvikar Franziskus Johannes Antonius von Sirgenstein. Die Glocken wurden im Jahre 1727 von Ludwig und Nikolaus Rossier gegossen und im Turm untergebracht.
900 Jahre Gottenheim 1086-1986