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Anlagentechnik der Wasserversorgung Gottenheim

Wasserversorgung auf neusten Stand – Steuerungstechnik wurde erneuert

Steuerungstechnik erneuert 2020-00

Wassermeister Hubert Maurer freut sich: Begeistert zeigt er auf seinem Handy den Zugang zur Steuerung für die Wasserversorgung der Gemeinde. Bei Störungen – etwa in der Nacht oder am Wochenende – kann ich jetzt von zu Hause aus auf dem Handy nachschauen, um was es sich handelt und entscheiden, ob ich gleich los muss oder ob es bis am Morgen oder am Montag warten kann, erzählt er. Auch Bauamtsleiter Andreas Schupp ist froh, dass die Arbeiten zur Erneuerung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie zur Datenkommunikation und zum Prozessleitsystem für die Gottenheimer Wasserversorgung abgeschlossen sind. Jetzt sei alles auf dem neusten Stand und die Gemeinde sei immer auf der sicheren Seite – auch bei Störungen sei über die Notversorgung der Zugang zu Wasser für die Bürgerinnen und Bürger von Gottenheim garantiert.

Anlass für das Zusammentreffen am Donnerstagvormittag, 1. Oktober, ist die offizielle Übergabe der neuen Steuerungstechnik an die Gemeinde. Dafür sind der zuständige Planer Reiner Ernst vom Ingenieurbüro IBE aus Oberkirch und Hans-Jürgen Schwenk von der ausführenden Firma MeiTec GmbH nach Gottenheim gekommen. Gemeinsam mit Andreas Schupp, Wassermeister Hubert Maurer und dessen Sohn und Vertretung als Wassermeister Markus Maurer begutachten Ernst und Schwenk die neu eingebaute Steuerungstechnik im Aufbereitungsbehälter Hinterer Berg, wo das Wasser gefiltert, entsäuert und gemischt wird, im Tiefbrunnen im Wald, Gewann Ketsch, und im Hochbehälter im Rebberg, Gewann Dimberg. Alles in Ordnung – so das Ergebnis nach der Prüfung der neuen Technik und der umfangreichen Dokumentation in Leitzordnern, die Ernst mitgebracht hat. Dabei können sich der Bauamtsleiter und der Wassermeister ganz sicher sein, denn die Steuerungstechnik ist schon seit einigen Monaten fertig eingebaut und hat seither ihre Leistungsfähigkeit bewiesen. Wegen der Corona-Pandemie konnte die offizielle Übergabe an die Gemeinde aber erst jetzt stattfinden. Die Gottenheimer Wasserversorgung ist jetzt mit der modernsten Steuerungstechnik ausgerüstet und damit auf dem neusten Stand, betont Reiner Ernst. Notwendig sei die Erneuerung der Anlagen geworden, weil durch das Alter der technischen Ausstattung der Wasserversorgung, die zum Teil aus den 80er Jahren stammte, die aktuellen Vorschriften, die Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen sowie die Datenkommunikation veraltet und nicht mehr gewährleistet waren.

Bürgermeister Christian Riesterer hatte 2018 bei der Vergabe der Leistungen im Gemeinderat betont: Eine funktionierende Wasserversorgung muss für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde eine Selbstverständlichkeit sein, deshalb investieren wir in eine zukunftsfähige und sichere Versorgungsstruktur. Für Wassermeister Hubert Maurer, der jede Leitung und jeden Wasseranschluss im Dorf kennt, ist hochwertiges und unbelastetes Wasser unser höchstes Gut, das zur Grundversorgung einer jeden Gemeinde unbedingt dazugehört. Unser Wasser in Gottenheim hat eine gute Qualität. Auch in heißen und trockenen Sommern ist die Wasserversorgung bei uns immer garantiert, weiß Hubert Maurer. Schließlich sei die oberrheinische Tiefebene eines der größten Grundwasserreservoire Mitteleuropas, ergänzt Ingenieur Reiner Ernst.

Rund 170.000 Euro brutto haben die Erneuerung der Steuerungstechnik und einige weitere Verbesserungen bei der Wasserversorgung die Gemeinde gekostet. So wurden bei den Anlagen der Wasserversorgung auch Notstromanschlüsse für mobile Aggregate geschaffen, um auch bei Stromausfall die Haushalte wie gewohnt mit Wasser versorgen zu können. Die Arbeiten waren in zwei Bauabschnitte aufgeteilt worden: Im ersten Bauabschnitt wurden das Wasserwerk, das Mosaikbild im Rathaus, der Hochbehälter und das Prozessleitsystem für die Zukunft fit gemacht. Im Wasserwerk und im Hochbehälter standen die Erneuerung der Steuerungstechnik und die Umstellung der Datenkommunikation an. Die Einführung eines Prozessleitsystems umfasste die Fernüberwachung und Fernsteuerung der Wasserversorgungsanlage, die zentrale Alarmierungssteuerung und die Datenarchivierung zur Analyse von zum Beispiel Verbrauchswerten. Im zweiten Bauabschnitt standen die Erneuerung der Steuerungstechnik bei den Tiefbrunnen im Ketsch und im Nötig sowie die Erweiterung des Prozessleitsystems auf dem Plan. Die Fertigstellung der Arbeiten bei der Wasserversorgung war übrigens eine Punktlandung: Der Kostenrahmen konnte eingehalten werden.

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Bilder: Marianne Ambs