Hausnummern in Gottenheim
Bei der Ahnensuche z. B. Nachfahren ausgewanderter Gottenheimer sind zur Lokalisierung von Häusern Hausnummern sehr wichtig.
1970 wurden in Gottenheim die Hausnummern von der bisherigen Konskriptionsnummerierung auf die moderne Orientierungsnummerierung (s.u.) umgestellt.
Dies hat viele Vorteile, aber den Nachteil, dass die bis dahin in amtlichen Unterlagen und Kirchenbüchern verwendeten alten Hausnummern ohne Abbildung nicht mehr zugeordnet werden können. Motivation für:
Hausnummern-Projekt 2024
Die Quellen im Rathausarchiv
Rechtl.Hinweis: Adressen von Privatwohnhäusern
- 1928 Einwohnerbuch
- 1947 Volkszählung
- 1950 Stromanschlüsse
- 1950 Gebäudeeigentümer
- daraus Häuser-/Bewohner-Tabelle
Lagekarte der Hausnummern
Interaktive Karte alte / neue HausNr.
Falls Sie die Lage einer alten HausNr kennen, die in Tabelle nicht 'grün', in Karte 'magenta' oder falsch ist: Kurt Hartenbach
Interessant: Hausnummern
Quelle: Wikipedia
Definition und Zweck
Eine Hausnummer ist eine Bezeichnung, die ein bestimmtes Gebäude in einer Straße oder einem Ort eindeutig kennzeichnet. Sie dient der Adressierung, Orientierung und der Auffindbarkeit eines Gebäudes.
In Deutschland wird die Hausnummer im Rahmen der Gebäudeadressierung amtlich vergeben. Sie wird in amtlichen Verzeichnissen wie dem Liegenschaftskataster oder dem Grundbuch festgehalten und ist Teil der amtlichen Lagebeschreibung einer Immobilie. ...
Die Hausnummerierung war eine obrigkeitliche Maßnahme, die die staatliche Kontrolle in den Bereich der häuslichen Privatsphäre ausweitete. Die konkreten Begründungen waren unterschiedlich: Rekrutierungsmaßnahmen, Einquartierung Militär, Bekämpfung von Bettlern, Steuer-/ Versicherungsangelegenheiten…
Die Untertanen wehrten sich oft, kratzten die Hausnummern ab oder bewarfen sie mit Schmutz. Der Adel versuchte, die Nummerierung der Schlösser zu verhindern.
Das System setzte sich jedoch durch und Ende des 18. Jahrhunderts waren Hausnummern für Postadressen im Gebrauch.
Die Notwendigkeit der Nummerierung von Häusern war seit den 1970er Jahren durch den flächendeckenden Rettungsdienst bei Notfalleinsätzen dringlicher geworden:
Anfahrtszeiten verzögern sich durch fehlende oder schlechte Kennzeichnung.
Nummerierungsmethodik
Die älteste Methode der flächendeckenden Hausnummerierung war das System der Konskriptionsnummern. Dabei wurden die Häuser einer Ortschaft zunächst komplett durchnummeriert. Anschließend erhielten alle neuen Gebäude in der Reihenfolge ihrer Errichtung eine fortlaufende Nummer. Das System der Konskriptionsnummern wurde mit dem Wachstum der Orte aber unübersichtlich.
Daher stellten im 19. Jahrhundert die meisten größeren Ortschaften ihr System auf die straßenweise Nummerierung um. Das gängigste System ist die wechselseitige Nummerierung, „Orientierungsnummerierung“ oder „Zickzackprinzip“ genannt. Es wurde 1805 in Paris eingeführt. Hierbei erhielt die rechte Straßenseite gerade und die linke ungerade Nummern.