🛹Skateranlage Gottenheim

Gemeinderat unterstützt Jugendprojekt für eine neue Skateranlage

Bei diesem Projekt passt alles zusammen: Der Gottenheimer Gemeinderat hat sich bei den Haushaltsberatungen für 2022 dafür ausgesprochen, die Jugendarbeit zu verstärken. U.a. war von der Frauenliste zu diesem Thema ein Antrag eingebracht worden. Matthias Wattinger, begeisterter Skateboard- und Snowboardfahrer sowie seit 2019 Gottenheimer Bürger, sprach Ende 2020 bei Bürgermeister Christian Riesterer vor, mit dem Wunsch in Gottenheim eine Skateranlage anzulegen. Einen passenden Ort hat Wattinger auch schon ausgemacht: Den Bereich unter der Netto-Brücke. Hier treffen sich jetzt schon regelmäßig Jugendliche aus Gottenheim, aber auch aus Bötzingen, um zu feiern. Im Gemeinderat, in dem Wattinger am 28. April seine Projektidee vorstellte, wurden nun alle Komponenten zusammengeführt. Der Gemeinderat gab grünes Licht für das Jugendprojekt, für das im Haushaltsplan 15.000€ zur Verfügung stehen: Vorausgesetzt es finden sich genügend Jugendliche und Erwachsene, die beim Anlegen der Skater-Anlage mithelfen.

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Platz für Skateranlage von oben Platz für Skateranlage von unten Plan für Skateranlage von oben Plan für Skateranlage von unten
Alle Bilder/Pläne: Gemeinde Gottenheim und Matthias Wattinger

Matthias Wattinger berichtete dem Gemeinderat von seinen Erfahrungen als Skater, von Projekten in Freiburg, an denen er maßgeblich beteiligt war und ist sowie von seinem Wunsch, auch in Gottenheim eine Skateranlage zu bauen. Er sei bereit, den Bau zu organisieren und mitzuarbeiten. Nach dem Bau könne er sich vorstellen, regelmäßig an der Skateranlage Jugendliche zu unterstützen oder sogar Anfängerkurse zu geben. Als Hausmann, so Wattinger, habe er genügend Zeit dazu. Den Standort unter der Netto-Brücke habe er ausgewählt, weil er überdacht sei und die Jugendlichen sich hier sowieso schon treffen würden. Wichtig sei, so Wattinger, der schon eine Planungsskizze ausgearbeitet hat, dass die Anlage gut gegen den benachbarten Rad- und den Wirtschaftsweg abgegrenzt sei. Der steinerne Unterbau der Brücke werde erhalten und mit einer Folie vom Aufbau getrennt, so dass die Skateranlage auch wieder zurückgebaut werden könne. Dann könne schon betoniert werden.

BM Christian Riesterer betonte, das Projekt habe aus seiner Sicht nur eine Zukunft, wenn die Jugendlichen von Anfang an in den Bau der Anlage eingebunden seien. Deshalb wolle er das Projekt nur starten, wenn sich genügend Jugendliche fänden, die mithelfen wollen. Schon mit wenigen Helferinnen und Helfern könnte die Anlage gebaut werden, so Wattinger dazu. Er stelle sich einige Arbeitseinsätze, etwa an Samstagen vor, dabei könne es ruhig locker zugehen, vielleicht könnte nach der Arbeit auch gegrillt werden.

Auf Fragen aus dem Gemeinderat bestätigte BM Riesterer, dass die Rahmenbedingungen – etwa auch was die Sicherheit angehe – mit den Behörden schon geklärt seien. Eigentümer der Brücke sei das Land Baden-Württemberg mit dem man nach anfänglichem Zögern auf Seiten des Landes ins Gespräch gekommen sei. Die Gemeinde habe für den Bau der Skateranlage grünes Licht erhalten. Die konkreten Rahmenbedingungen sollen in einem Nutzungsvertrag zwischen Land und Gemeinde festgeschrieben werden.

Jugendliche und Erwachsene, die beim Bau der Skateranlage mithelfen wollen, können sich direkt an Matthias Wattinger wenden oder sich im Rathaus melden. Wattinger hat dafür einen Instagram-Account eingerichtet, über den Jugendliche ebenso Kontakt mit Wattinger aufnehmen können. Der Skater will zudem aktiv Jugendliche ansprechen, ob sie mithelfen wollen. Schon Ende Mai oder im Juni könne es dann losgehen.