08.10.2026 Wärmeplanung und Energiekarawane in der GRS Juli
Bericht zur Wärmeplanung
Einen Abschlussbericht zur kommunalen Wärmeplanung präsentierte in der Gemeinderatssitzung im Juli Simone Stöhr-Stojakovic von BadenovaNetze. Damit geht die kommunale Wärmeplanung in Gottenheim in die nächste Runde.
Ziel der kommunalen Wärmeplanung ist es, eine langfristige Strategie zur klimaneutralen Wärmeversorgung zu entwickeln und damit einen Beitrag zur Erreichung eines klimaneutralen Gebäudebestands bis zum Jahr 2040 zu leisten.
Stöhr-Stojakovic legte in ihrem Bericht das Augenmerk vor allem auf die Einsparmöglichkeiten bei privaten Haushalten; hier könnten mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs durch Sanierungsmaßnahmen eingespart werden. Es gehe darum, die Wärmewende in Gottenheim in den kommenden Jahren mit geeigneten Maßnahmen zu schaffen, sagte BM Christian Riesterer.
Der Gemeinderat nahm den Bericht zu den Ergebnissen der Kommunalen Wärmeplanung zur Kenntnis. In einer der nächsten Sitzungen wird der Gemeinderat den Bericht endgültig beschließen.
Nach dem aktuellen Wärmeplanungsgesetz (WPG) des Bundes und der Novellierung des KlimaG BW im August 2025 sind alle Kommunen in Deutschland verpflichtet, eine Wärmeplanung bis spätestens zum 30.06.2028 zu erstellen.
Zum Bericht Kommunale Wärmeplanung
bzw. Offenlage des Berichts
Energiekarawane startet 12. Okt
Zudem wurde in der Juli-Sitzung die Durchführung einer Energiekarawane mit Unterstützung des Freiburger Vereins fesa
vom Gemeinderat beschlossen.
Diese startet mit einer Auftaktveranstaltung am Montag, 12. Oktober, 19 Uhr, in der Bürgerscheune im Rathaushof. Interessierte Gottenheimer erhalten Informationen zur Energiekarawane und einen Überblick über die wichtigsten Sanierungsmaßnahmen.
Energieberater werden in Gottenheim in einem Aktionszeitraum von sechs bis acht Wochen Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer kostenlos zu den Themen erneuerbare Energien und energetische Sanierung zu beraten. Mit der Energiekarawane-Kampagne konnte in anderen Gemeinden in der Umgebung eine Beratungsquote von etwa 25 Prozent erzielt werden.
Der Freiburger Verein fesa e.V., der die Energiekarawane entwickelt hat, übernimmt die Prozessbegleitung. Diese beinhaltet die Schulung und Begleitung der Verwaltung, die Bereitstellung eines Umsetzungspakets mit Vorlagen für Werbematerialien etc. sowie die Begleitung der Kommune bei der Evaluation des Kampagnenerfolgs bis zu eineinhalb Jahren Jahre nach der Durchführung.
Für diese Begleitung berechnet der Verein einmalig 5.950 Euro. Die Gemeinde Gottenheim schließt dazu Rahmenverträge mit lokalen Energieberatern und zahlt für jede durchgeführte kostenlose Beratung einen Festbetrag von 80 Euro zzgl. Umsatzsteuer.
Aus dem Landesförderprogramms Klimaschutz-Plus
konnten Fördermittel gesichert werden, die 70 % der dadurch entstehenden Kosten abdecken. 40 % der Kosten können über die Stellenförderung der kommunalen Klimaschutzmanagerin Carlotta Stark abgerechnet werden, sodass sich die Kosten auf 3.570 Euro reduzieren.
Während der Kampagne ist Klimaschutzmanagerin Carlotta Stark im Rathaus Ansprechpartnerin für die BürgerInnen.