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Historische Tour Gottenheim

© BE Ortsgeschichte und Kurt Hartenbach

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Y: Ehemaliges Schlipfli (Passage)

Früher: Kürzester Fußweg für Ortskundige um den Ortskern Nord-Süd zu queren.

Engstelle des Schlipfli bis 2017
Engstelle des Schlipfli (durchgängig bis 2017)

Der Dialekt-Begriff Schlipfli bezeichnet die insgesamt 120 m lange Fußgängerpassage von der Hauptstraße bis zur Einmündung der Mühlenstraße in die Rathausstraße.

Schlipfli steht für die schmalste Engstelle, die nur einen Meter breit war. Diese konnte man mit Gerätschaften oder Schubkarren gerade noch so durchschlupfen.

Interessant: Im 20. Jahrhundert konnten geschickte Gottenheimer auch mit Fahrrad oder sogar Moped (natürlich ohne abzusteigen!) durchfahren, was durch Verkehrsschilder (siehe Foto) eigentlich verboten war...

Passage durch das Schlipfli
Plan: Ortskern-Passage durch s'Schlipfli 1883

Und da die Gottenheimer schon immer gerne Spitznamen vergaben, war die Fußgängerpassage den Einheimischen auch unter dem Namen Bursengang geläufig, nach der Einkaufspassage zwischen Eisenbahn- und Bertoldstraße in Freiburg, die ähnlich eng und verwinkelt war.

Männliche Gottenheimer nutzen das Schlipfli am Sonntag auch gern um vom Unterdorf oder Hanfreetze auf dem kürzesten Weg in die Kirche und von dort schnell zurück zur Hauptstraße zum Stammtisch in den Löwen zu kommen.

Der Durchgang wurde zuletzt immer seltener benutzt, da es asphaltierte, besser beleuchtete Straßen gibt.

2018 wurde auch der Freiburger Bursengang geschlossen und in Ladenlokale umgewandelt, die nur von der Eisenbahn- oder Bertoldstraße direkt zugänglich sind.

Heute: Seit 2018 nicht mehr öffentlich zugänglich, da die Strecke teilweise über Privateigentum geht (kein öffentl. Wegerecht).


Nach 100 Metern kommen wir links zum Rathaushof mit der Bürgerscheune...

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Zuletzt geändert am 17.07.2026 von Kurt Hartenbach