Gemeindeentwicklungskonzept Gottenheim

Bürgerumfrage zum Entwicklungskonzept Zukunft Gottenheim

Was denken die Einwohnerinnen und Einwohner?

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
gemeinsam mit Ihnen möchte die Gemeinde Gottenheim ein Entwicklungskonzept erstellen, das die kommunale Strategie für alle Handlungsfelder unserer Gemeinde beschreibt.

Drei Worte zu Gottenheim

Bürgerumfrage ausgewertet
In diesem Rahmen haben wir Sie im September/Oktober um Ihre Teilnahme an einer Bürgerbefragung gebeten. 531 Fragebögen haben uns erreicht. Bezogen auf die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner ab 16 Jahren ergibt dies eine Teilnahmequote von über 24 Prozent. Ich bedanke mich sehr herzlich bei allen, die sich die Zeit für Gottenheim genommen haben! Die Rückmeldungen von fast einem Viertel unserer Einwohnerschaft zeigen, wie wichtig Ihnen die Zukunft unserer Gemeinde ist. Ihre Beteiligung bildet eine starke und belastbare Basis für die anstehende Ausarbeitung von Zielen und Maßnahmen unserer Gemeindeentwicklung.

96 Prozent der Teilnehmenden leben gerne in Gottenheim
Den Auftakt der Umfrage bildete die Frage, ob die Teilnehmenden gerne in Gottenheim leben. Insgesamt 70 Prozent beantworteten diese Frage uneingeschränkt positiv mit ja, sehr gerne. Weitere 26 Prozent leben gerne in Gottenheim, meinen aber, dass manches besser sein könnte. Insgesamt erreichen wir damit einen generellen Zufriedenheitswert von 96 Prozent!

Familienfreundliches, lebenswertes Gottenheim Was gefällt in Gottenheim
Im nächsten Teil des Fragebogens baten wir die Teilnehmenden um eine Bewertung des Ist-Zustandes in Gottenheim. Dabei konnten bestimmte Aspekte Gottenheims mit Schulnoten bewertet werden. Die Ergebnisse wurden als Notendurchschnitte zusammengefasst. Gut schnitten bei diesen Fragen Gottenheims Qualität als familiengerechtes Lebensumfeld, die Wohnqualität, die Kinderbetreuung und die Vereinsangebote ab (jeweils Durchschnittswert von 2,1). Nur die Verkehrsanbindung für den Individualverkehr und die Friedhofsanlage wurden mit einem Durchschnitt von 1,8 bzw. 1,9 noch höher beurteilt.

Schwächen vor allem beim Thema Verkehr.
Kritisch gesehen werden dagegen bei der Benotung des Ortsbildes die Attraktivität der Ortsmitte sowie die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum (beide Ø 3,1). Im Handlungsfeld der sozialen Infrastruktur bilden die Seniorenbetreuung mit einem Durchschnittswert von 3,1 und die Angebote für Jugendliche mit einem Durchschnittswert von 3,6 das Schlusslicht. Ebenfalls weniger gut schneiden im Handlungsfeld Nahversorgung die Pflegeeinrichtungen (Ø 3,5), Einzelhandelsangebote außer Lebensmittel (Ø 3,6), die Angebote für den Tagestourismus (Ø 3,6), sowie die Angebote eines Tages-Cafés bzw. eines Mittagstisches (Ø 4,0) ab.
Ebenfalls schlechtere Noten erhält das Handlungsfeld Mobilität und Verkehr: die Radwege im Ort und die Verkehrsbelastung werden jeweils mit einem Durchschnittswert von 3,5 benotet, gefolgt von den Parkmöglichkeiten mit 3,6. Die schlechteste Note erhalten mit einem Durchschnitt von 4,3 die alternativen Mobilitätsangebote.

Auf unserer Internetseite zukunft-gottenheim.de ist die vollständige Auswertung der Umfrage veröffentlicht.

Worauf soll sich die Ortsentwicklung konzentrieren?
Was stört in Gottenheim Aus einer Liste wählten die Teilnehmenden aus, welches die wichtigsten Themen der zukünftigen Entwicklung sein sollten. Am häufigsten wurde die Erhaltung der Einkaufsmöglichkeiten genannt, gefolgt von dem Wunsch, Umwelt und Nachhaltigkeit zu fördern. An dritter Stelle stand die Steigerung der Attraktivität der Ortsmitte.
In den folgenden Fragen wurde die Wichtigkeit einzelner Schwerpunkte verschiedener Handlungsfelder abgefragt. Als wichtigste Handlungsfelder wurden genannt:
- Ortsentwicklung: Bezahlbaren Wohnraum schaffen, Straßen von geparkten Autos entlasten, Anreize zur Sanierung alter, ungenutzte Gebäude schaffen.
- Soziale Infrastruktur: Vereine lebendig halten und Räumlichkeiten bieten, Jugendliche ins Dorfleben integrieren, Betreuungsangebote für Senioren ausbauen.
- Mobilität und Verkehr: Lücken im Radwegenetz schließen, Attraktivität und Sicherheit von Rad-/Fußwegen erhöhen, Radschnellweg nach Freiburg schaffen.
- Nahversorgung, Wirtschaft, Tourismus: Erhaltung / Stärkung des Einzelhandels, der Gastronomie und der medizinischen Angebote.
- Natur, Nachhaltigkeit und Infrastruktur: Erhalt von Landschaft und Natur, Klimaschutz und Anpassung an die globale Erwärmung, Ausbau Glasfasernetz.

Jetzt sind Ihre Ideen gefragt

Die Ergebnisse der Umfrage stärken die Entwicklungsstrategie, die Gemeinderat und Gemeindeverwaltung entworfen haben und ermöglichen in wichtigen Punkten eine Ausdifferenzierung. Im nächsten Schritt geht es nun um die Festlegung konkreter Maßnahmen, mit denen unsere Gemeindeentwicklung vorangetrieben werden kann. Wichtige erste Hinweise geben uns hier die zahlreichen Ideen und Vorschläge, die Sie bereits als Antworten auf offene Fragen im Fragebogen formuliert haben. Sie können den Ausgangspunkt bilden für eine weitere Diskussion, die wir aufgrund der gegenwärtigen Kontakteinschränkungen zunächst auf der Internetseite unseres Projekts führen wollen.

So gehen wir vor
Bitte laden Sie Ihre Ideen und Vorschläge im Internet unter zukunft-gottenheim.de hoch. Sie können dort Texte und selbstgemachte Fotos veröffentlichen und auch einzelne Orte wie z. B. Gefahrenschwerpunkte im Straßenverkehr auf einer Karte markieren. Ihre Beiträge werden anonym veröffentlicht. Für interne Rückfragen erhebt und speichert das beauftragte Büro jedoch Ihre Email-Adresse. Alle Beiträge und Kommentare werden moderiert, es passieren also keine Spam- und Shitstorms.
Wenn Sie das Internet nicht nutzen, aber dennoch teilnehmen wollen, formulieren Sie bitte Ihre Ideen schriftlich aus, und geben Sie sie im Rathaus ab.

Bis Ende Februar 2021
Die Beteiligung im Internet ist bis Ende Februar geöffnet. Danach werden die Ergebnisse konsolidiert und dem Gemeinderat zur weiteren Beratung vorgelegt. Sobald die pandemische Lage es zulässt, wollen wir die konkrete Ausgestaltung dann in Präsenzveranstaltungen mit Ihnen diskutieren.

Ich freue mich auf Ihre Ideen und anregende Diskussionen auf unserer Webseite!

Es grüßt Sie herzlich aus dem Rathaus
Ihr Christian Riesterer, Bürgermeister