08.05.2026 Abschluss Leuchtturmprojekt „Sorgende Gemeinschaft“
Bürgerverein „generation gemeinsam“ hat bald 100 Mitglieder
Das Leuchtturmprojekt für eine neue Pflege- und Sorgekultur im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wurde vor zwei Jahren auf Initiative des Landkreises gestartet, um der demografischen Entwicklung hin zu einer älter werdenden Gesellschaft mit geeigneten Konzepten zu begegnen.
Sechs Modellkommunen wurden vom Landkreis zum Mitmachen aufgefordert – auch Gottenheim, wo sich Gemeinde und Ehrenamtliche schon zuvor mit dem Themenkomplex „Gut alt werden in Gottenheim“ auf den Weg gemacht hatten.
Inzwischen ist viel geschehen: Bürgerinnen und Bürger in Gottenheim gründeten die „generation gemeinsam“, entwickelten mit Unterstützung der Gemeinde und des Landratsamtes Angebote und Initiativen für ältere Menschen in Gottenheim wie den Mittagstisch und den Fahrdienst.
Im Januar wurde nach intensiver Vorbereitung der Bürgerverein „generation gemeinsam Gottenheim“ gegründet. Der Verein soll auch das ehrenamtliche Engagement in der Pflegewohngruppe koordinieren, die im geplanten Neubau des Bauvereins auf dem alten Kindergartengelände geplant ist.
Für den Landkreis ist nun die erste Phase des Leuchtturmprojektes beendet. Lucia Eitenbichler von der Fachstelle Bürgerschaftliches Engagement im Landratsamt kam am 22. April für einen Abschlussbericht in die öffentliche Gemeinderatssitzung nach Gottenheim.
Bürgermeister Christian Riesterer erinnerte sich an den Anruf von Lucia Eitenbichler vor zwei Jahren. „Das hat gut gepasst“, so der Bürgermeister. Gerne habe sich Gottenheim als „Leuchtturmgemeinde“ im Landkreis zur Verfügung gestellt. „Wir haben uns im Projekt sehr aufgehoben gefühlt. Der Mehrwert war groß“, so Riesterer über die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt.
Lucia Eitenbichler umriss in ihrem Bericht die Ergebnisse der sechs Leuchtturmkommunen im Landkreis, in denen modellhaft eine „Sorgende Gemeinschaft“ geschaffen wurde – als Vorbild für alle anderen Gemeinden im Kreis. In Gottenheim könne der Landkreis von einem großen Erfolg sprechen:
Die Gründung des Bürgervereins, der unter seinem Dach auch andere Bürgergruppen im Dorf aufnehmen wird, sei ein wichtiges Etappenziel. Die enge Verbindung zur Zivilgesellschaft sei in Gottenheim gelungen, Bürgermeister Riesterer habe sich persönlich eingesetzt. Die Mitglieder der Steuerungsgruppe fungierten als Multiplikatoren im Dorf.
Offiziell ende die erste Modellphase am 30. April 2026. Ab dem 1. Mai gehe es weiter mit dem Folgeprojekt „Leuchtturmkommunen für ein landkreisweites Netzwerk Sorgender Gemeinschaften“, so Lucia Eitenbichler. Man habe mit den bisherigen Erfahrungen in den Modellgemeinden Module und einen Handlungsleitfaden entwickelt, um in anderen Landkreisgemeinden eine sorgende Gemeinschaft aufzubauen.
Gemeinderat Anton Schlatter, Vereinsvorsitzender der „generation gemeinsam“, berichtete von 125 Teilnehmern an der Gründungsversammlung für den Bürgerverein, man könne von rund 100 Gründungsmitgliedern sprechen. Seit dem 11. März sei die „generation gemeinsam“ ein eingetragener gemeinnütziger Verein, auch ein Vereinskonto gebe es.
Aktuell kümmere sich der Vorstand um das Thema Versicherung. Diese sei vor allem für den Fahrdienst wichtig. Man kooperiere bzw. spreche mit anderen Bürgergruppen im Dorf, die unter das Dach des Bürgervereins kommen wollen.
Infos zu „generation gemeinsam“ und zum Leuchtturmprojekt „Sorgende Gemeinschaft“.