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11.02.2026 Haushalt 2026 im Gemeinderat vorgestellt

Haushaltsvolumen hat 10 Mio. €

Der Haushaltsentwurf der Gemeinde für 2026 wurde in der Januarsitzung im Gemeinderat vorgestellt. Bürgermeister Christian Riesterer sagte, es sei wichtig, zurück aber auch nach vorne zu schauen. Auch im vergangenen Jahr habe man mit einem Defizit geplant. In der Endabrechnung für den Haushalt 2025 werde aber voraussichtlich eine schwarze Null stehen.

Die letzten guten Jahrgänge seien eine gute Grundlage für die Zukunft, auch wenn 2026 mit einem Defizit von rund einer Million geplant werde. In der aktuellen Situation, könne keiner voraussehen, wie die Entwicklung im Jahr wirklich laufe, insbesondere beim wichtigsten Einnahmeposten, der Gewerbesteuer. Das Haushaltsvolumen sei 2026 mit rund 10 Mio. € auf einem Rekordniveau. Das werde sich auch in den kommenden Jahren wohl nicht mehr ändern.

Alle Kommunen hätten mit strukturellen Problemen zu kämpfen, so der Bürgermeister. Immer mehr Aufgaben, Kinderbetreuung, Ganztagsschule, die Unterbringung von Geflüchteten, würden an die Kommunen weitergereicht; und das ohne eine angemessene finanzielle Ausstattung. Gleichzeitig würden auch bei den Gemeinden die Kosten steigen. „Die Ausgaben übersteigen die Einnahmen. Wir kommen nicht hinterher“, sagte der Bürgermeister.

Die wichtigsten Einnahmequellen, insbesondere die Gewerbesteuer, biete angesichts der wirtschaftlichen Lage keine Sicherheit mehr. Bei den Ausgaben seien die stetig steigenden Personalkosten ein Faktor, bei dem die Gemeinde kein Spielraum habe. Dennoch wolle die Gemeinde weiterhin in einem angemessenen Rahmen notwendige Investitionen in die Infrastruktur tätigen. „Was wir begonnen haben, wird auch abgeschlossen.“

Unter den aktuellen Bedingungen sei ein ausgeglichener Haushalt kaum machbar, bestätigte auch Interims-Kämmerer Martin Ziegler bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs. Der Entwurf weist ein Defizit von rund einer Million € aus. Positiv sei in Gottenheim, dass es bisher keine Verschuldung im Kernhaushalt gebe.

Es sei aber wichtig auf Liquidität zu achten. Deshalb werde es 2026 ohne eine Kreditaufnahme nicht gehen. Zur Finanzierung des Kredits sei eine Erhöhung der Grund- und Gewerbesteuer geplant, die Hebesätze für die Grund- und Gewerbesteuer sollen um jeweils zehn Punkte angehoben werden. Auch um eine Anhebung der Elternbeiträge für die Kinderbetreuung komme man nicht herum.

Die anstehenden Investitionen summieren sich 2026 auf 2,6 Mio. €. Unter anderem sind 1,1 Mio. € für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses und ein neues Löschfahrzeug vorgesehen. Weitere Projekte sind die energetische Sanierung des Schulhauses für 2,7 Mio. € und die Projekte der Landessanierung, insbesondere der Umbau und die Sanierung der Schulstraße und die Umgestaltung des Schulhofs. Mit der Schulstraße soll noch dieses Frühjahr begonnen werden.

Auf der Einnahmenseite stehen vor allem die Gewerbesteuer mit 2,7 Mio. €, der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer soll auf rund 2,3 Mio. € steigen. Bei den Ausgaben steigt die Kreisumlage auf 2,22 Mio. €. Insgesamt machen die Transferaufwendungen mit 5,2 Mio. € den größten Batzen bei den ordentlichen Aufwendungen aus. Dazu kommen Personalkosten für die Gemeindebediensteten in Höhe von 2,45 Mio. €, 250.000 € mehr als im vergangenen Jahr. Es habe Neueinstellungen gegeben und höhere Tarifabschlüsse, erläuterte der BM den Anstieg.

Nach dem Bericht von Martin Ziegler nahm der Gemeinderat den Haushaltsentwurf zustimmend zur Kenntnis. In der nächsten Gemeinderatssitzung am 25. Februar soll der Haushalt für das laufende Jahr verabschiedet werden.

Den Bericht zum Haushaltsentwurf 2026 können Interessierte im Ratsinformationssystem im Detail einsehen.


Zuletzt geändert am 04.07.2026 von Kurt Hartenbach