15.04.2026 Hochwasserschutz
Moosverband: weitere Untersuchungen für mehr Hochwasserschutz
Am Dienstag, 14. April, wurde in der Sitzung des Entwässerungsverbandes Moos im Gottenheimer Rathaus die Vergabe weiterer Untersuchungen im Rahmen einer Hochwasserschutzgesamtkonzeption für Gottenheim beschlossen.
Ziel ist es, den Schutzgrad HQ100 zu erreichen, durch den Gottenheim vor einem einhundert-jährlichen Hochwasser geschützt wäre. Vor allem der Schutz tieferliegender Bereiche des Dorfes, etwa der Au Richtung Umkirch, soll verbessert werden.
Im Vorfeld der Moosverbandssitzung stellte Daniel Badillo vom Büro Fichtner Water & Transportation in der Gemeinderatssitzung am 25. März die Maßnahmen für Gottenheim vor.
Der Gemeinderat nahm den Bericht zur Kenntnis und empfahl den Mitgliedern des Moosverbandes, den Vergaben für weitere Untersuchungen an das Büro Fichtner zuzustimmen.
Das Büro Fichtner hatte im März vergangenen Jahres eine vertiefte Hochwasserschutzkonzeption für Gottenheim im Gemeinderat vorgestellt. Diese sieht die Errichtung von Pegeln inklusive der Fernübertragung der Werte, den Rückbau der Kippfalle Richtung Waltershofen und den Bau eines Hochwasserschutzdamms vor dem Dorf Richtung Osten vor.
Die Konzeption wurde dem Regierungspräsidium Freiburg sowie dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald als Untere Wasserbehörde im Dezember 2025 vorgestellt und gemeinsam beraten.
Das Regierungspräsidium hatte daraufhin eine Förderung von 70 Prozent in Aussicht gestellt, als Voraussetzung für eine Genehmigung des Hochwasserschutzkonzeptes aber einen Nachweis der Auswirkungen auf Unterlieger flussabwärts und eine Untersuchung weiterer Maßnahmen für das Erreichen von HQ 100 gefordert.
Das Büro Fichtner hatte hierzu zwei Angebote vorgelegt, die nun im Moosverband beschlossen wurden. Die Untersuchung der Auswirkungen auf die Unterlieger wird 3.780 Euro netto kosten, für die Untersuchung weiterer Maßnahmen um den Schutzgrad von HQ 100 für die Ortslage Gottenheim zu erreichen, wurde vom Büro Fichtner ein Angebot über 9.565 Euro vorgelegt.
Bürgermeister Christian Riesterer betonte, die weitergehenden Untersuchungen seien notwendig, um sich die Förderung von 70 Prozent zu sichern. Ohne eine Förderung könne Gottenheim die Kosten für weitere Hochwasserschutzmaßnahmen, vermutlich in Millionenhöhe, kaum stemmen.
Weitere Informationen zum Hochwasserschutz in Gottenheim finden interessierte Bürgerinnen und Bürger im Ratsinformationssystem sowie Hochwasserschutz.