gottenheim.de > Rathaus > Friedhof > umgestaltung.php

Umgestaltung Friedhof Gottenheim

Auch der Gottenheimer Friedhof muss sich neuen Anforderungen und der sich wandelnden Bestattungskultur stellen:

Zur Hauptseite Gottenheimer Friedhof


22. April 2020: Pflasterung der Hauptwege: 1. Bauabschnitt abgeschlossen

Herstellung Pflaster 2020-47

Bürgerinnen und Bürger, die auf dem Gottenheimer Friedhof ein Grab pflegen, machen sich derzeit fast täglich auf den Weg dorthin, um die Gräber zu gießen, denn schon seit Wochen ist kein Regen mehr gefallen. In den letzten Wochen war der Friedhofsbesuch allerdings mit Behinderungen verbunden: Die beauftragten Baufirmen haben im unteren Bereich des Friedhofs ein gärtnergepflegtes Gräberfeld angelegt sowie die Hauptwege befestigt und gepflastert. Zudem wurde eine neue Wasserstelle angelegt und der zentrale Platz rund um das Kreuz in der Mitte des Friedhofs wurde neu gestaltet.

Herstellung Pflaster 2020-37

Auch eine Dauerwasserstelle, an der im Winter, wenn die anderen Brunnen wegen der Frostgefahr abgeschaltet sind, Wasser geholt werden kann, wurde im oberen Bereich beim Gärtnerschuppen angelegt. Die Grundstruktur des schön gelegenen und gestalteten Friedhofs wurde nicht verändert. Für den ersten Bauabschnitt auf dem Friedhof hat die Gemeinde Gottenheim rund 120.000 Euro ausgegeben. Die Bauarbeiten konnten im zeitlich vorgesehenen und im geplanten finanziellen Rahmen ausgeführt werden.

Der Gemeinderat hatte sich 2018 mit dem Zustand des Friedhofs und den Möglichkeiten einer Sanierung und Umgestaltung beschäftigt. Geleitet wurden die Gemeinderäte von Fragen zur Begehbarkeit der Wege auf dem Friedhof – insbesondere auch für ältere und gehbehinderte Menschen – und vom Wunsch vieler Bürgerinnen und Bürger nach neuen Bestattungsformen. Der Gemeinderat beschloss eine Umgestaltung des Friedhofs in zwei Bauabschnitten.

Herstellung Pflaster 2020-35

Der erste Bauabschnitt, der diese Woche weitgehend fertiggestellt wurde, umfasste die Pflasterung der Hauptwege, die sich in der Mitte des Friedhofs kreuzen, und im Bereich der Versorgungsstationen, die Einrichtung einer zusätzlichen Wasserstelle beim zentralen Platz in der Mitte des Friedhof, wo auch eine Sitzbank zum Ausruhen einladen soll, und das Anlegen eines gärtnergepflegten Gräberfeldes. Insbesondere über die bezahlbare Lösung für eine Dauerwasserstelle beim Schuppen freute sich BM Riesterer: Wir haben eine kostengünstige Lösung gefunden und konnten so dem Wunsch vieler Bürger*innen nachkommen. Auch im Gemeinderat war die Möglichkeit, im Winter auf dem Friedhof Wasser zapfen zu können, gewünscht worden.

Herstellung Pflaster 2020-46

In einem zweiten Bauabschnitt, der aber vom Gemeinderat noch nicht beschlossen wurde, könnten weitere Wege gepflastert werden und auch weitere Bestattungsformen, etwa eine Urnenwand, wären möglich. Hierzu muss der Gemeinderat aber erst beraten und entscheiden. Bürgermeister Riesterer betonte, die Kosten für einen zweiten Bauabschnitt seien derzeit – auch wegen der Auswirkungen der Corona-Pandemie - nicht bezahlbar. Wir müssen schauen, wann wir die weitere Umgestaltung des Friedhofs realisieren können. Es eilt aber nicht. Die wichtigsten Aufgaben, insbesondere die Befestigung der zentralen Wege, haben wir umgesetzt.

Herstellung Pflaster 2020-36

Auf dem gärtnergepflegten Gräberfeld, das von der Gärtnerei Döring aus Umkirch angelegt und gepflegt werden soll, wurden insgesamt 50 Grabstätten untergebracht. Es sind vor allem Urnengräber möglich, doch auch zehn Erdgräber finden auf dem Gräberfeld Platz. Die Urnengräber können wahlweise unter Bäumen oder unter Reben angelegt werden. Die Gemeinde kooperiert bei der Bewirtschaftung des Gräberfeldes mit der Genossenschaft Badischer Friedhofsgärtner aus Karlsruhe. Wer ein Grab auf dem neuen Gräberfeld erwirbt, bezahlt vorab mit einem einmaligen Betrag auch die Grabpflege und die Genossenschaft garantiert über die vereinbarte Laufzeit der Grabnutzungsdauer die Pflege der Grabstätte. Bürgermeister Riesterer berichtete, dass schon jetzt das Interesse an dieser neuen Bestattungsform groß sei. Viele Bürger interessieren sich für den Erwerb einer Grabstelle, die sie schon zu Lebzeiten erwerben und bezahlen wollen, um ihre Angehörigen zu entlasten.

Herstellung Pflaster 2020-38

Die Befestigung und Pflasterung der Hauptwege, freute sich der BM bei der Besichtigung der Baustelle, sei für die Besucher des Friedhofs eine große Erleichterung. Der Zugang zu den einzelnen Gräbern ist besser möglich und auch der Parkcharakter auf dem Friedhof wurde durch die Umgestaltung aufgewertet, so Riesterer. Insbesondere für ältere Menschen, die oft ihre verstorbenen Angehörigen auf dem Friedhof besuchten und sich gerne auch länger dort aufhalten, sei das ein Zugewinn. Auch die Bewirtschaftung der Gräber, etwa durch Bestattungsunternehmen oder Gärtnereien, sei jetzt erleichtert. Mit Baumpflanzungen und weiteren Sitzbänken soll der Friedhof noch zusätzlich verschönert werden.

Tipp: Zur Vergrößerung Miniaturbild anklicken. Anklicken der Vergrößerung springt zurück...
Herstellung Pflaster 2020-34 Herstellung Pflaster 2020-29 Herstellung Pflaster 2020-31 Herstellung Pflaster 2020-32 Herstellung Pflaster 2020-33 Fertiggestellte Anlagen 2020-51 Fertiggestellte Anlagen 2020-52 Fertiggestellte Anlagen 2020-53 Fertiggestellte Anlagen 2020-54 Fertiggestellte Anlagen 2020-55 Herstellung Pflaster 2020-40 Herstellung Pflaster 2020-41 Herstellung Pflaster 2020-42 Herstellung Pflaster 2020-43 Herstellung Pflaster 2020-44 Herstellung Pflaster 2020-45
Bilder: Gemeinde Gottenheim, Andreas Schupp und Kurt Hartenbach


08. März 2020: Pflasterung der Hauptwege im Friedhof

Herstellung Pflaster 2020-28 Die Arbeiten für die notwendige Pflasterung der Hauptwege auf dem Friedhof sind gut fortgeschritten und der untere Hauptweg ist bereits neu eingepflastert. Dazu musste eine vorhandene Statue am unteren Rand mittig versetzt werden. Auch eine weitere Urnengrabanlage wurde bei der Gelegenheit gleich angelegt. Schließlich wird beim Friedhofhäuschen eine frostsichere Wasserzapfstelle installiert, damit die EinwohnerInnen auch im Winter Wasser entnehmen können...

Tipp: Zur Vergrößerung Miniaturbild anklicken. Anklicken der Vergrößerung springt zurück...
Herstellung Pflaster 2020-01 Herstellung Pflaster 2020-02 Herstellung Pflaster 2020-03 Herstellung Pflaster 2020-04 Herstellung Pflaster 2020-05 Herstellung Pflaster 2020-06 Herstellung Pflaster 2020-07 Herstellung Pflaster 2020-08 Herstellung Pflaster 2020-09 Herstellung Pflaster 2020-10 Herstellung Pflaster 2020-11 Herstellung Pflaster 2020-15 Herstellung Pflaster 2020-16 Herstellung Pflaster 2020-12 Herstellung Pflaster 2020-13 Herstellung Pflaster 2020-17 Herstellung Pflaster 2020-18 Herstellung Pflaster 2020-19 Herstellung Pflaster 2020-20 Herstellung Pflaster 2020-21 Herstellung Pflaster 2020-22 Herstellung Pflaster 2020-23 Herstellung Pflaster 2020-24 Herstellung Pflaster 2020-25 Herstellung Pflaster 2020-26 Herstellung Pflaster 2020-27
Bilder: Gemeinde Gottenheim, Mark Schupp und Kurt Hartenbach


10. Apr. 2019: Bemusterung der geplanten Pflasterbeläge

Bemusterung Pflaster 2018-00

Der Gemeinderat hat 2018 einstimmig beschlossen zur besseren Begehbarkeit (auch mit Rollatoren) die Hauptwege auf unserem Freidhof mit einem Pflasterbelag zu versehen.

Welche Pflastersteine verwendet werden könnten, hat der GR vor Ort anhand von sechs ausgelegten Musterpflastern von drei regionalen Herstellern bemustert. Landschaftsplaner Ralf Wermuth erläuterte die Anforderungen und Eigenschaften der verschiedenen Pflaster, Formate und Verlegemethoden sowie den notwendigen Unterbau. Anschließend kamen die anwesenden Bürger*innen zu Wort und konnten ihre Ansichten darlegen. Am Ende war das Meinungsbild recht einhellig und ein klarer Favorit gefunden...

Tipp: Zur Vergrößerung Miniaturbild anklicken. Anklicken der Vergrößerung springt zurück...
Bemusterung Pflaster 2018-01 Bemusterung Pflaster 2018-02 Bemusterung Pflaster 2018-03 Bemusterung Pflaster 2018-04 Bemusterung Pflaster 2018-05
Alle Bilder: Kurt Hartenbach


22. Feb. 2018: Vorstellung der Grundkonzeption im GR

Luftbild Friedhof
Luftbild des Gottenheimer Friedhofs 2013

Eine erste Grundkonzeption für den Gottenheimer Friedhof, die den heutigen Bedürfnissen nach alternativen Bestattungsformen nachkommt, stellte in der Gemeinderatssitzung am 22. Februar Ralf Wermuth vom Freiraum und Landschaftsarchitekturbüro Wermuth den Gemeinderäten und den interessierten Bürgern vor. Der Gemeinderat, der schon in der Sitzung am 26. Oktober 2017 intensiv über die Zukunft und einemögliche Neugestaltung des Friedhofs diskutiert hatte, konnte die Konzeption gut heißen und machte den Weg frei für die weitere Ausarbeitung einer Friedhofskonzeption.

Ralf Wermuth betonte, die weiteren Schritte sollten in enger Abstimmung mit der Gemeindeverwaltung und den Gemeinderäten erfolgen. Dazu ist ein Vorort-Termin auf dem Friedhof geplant, bei dem die aktuelle Situation begutachtet, die Probleme diskutiert und die weitere Vorgehensweise abgestimmt werden sollen. Man wolle den Gottenheimer Friedhof behutsam aber nachhaltig modernisieren und dabei auch alternative Bestattungsformen anbieten, war sich der Gemeinderat einig. Bürgermeister Christian Riesterer betonte, die Umsetzung einer neuen Konzeption für den Friedhof könne – unter anderem wegen der Liegezeiten auf dem Friedhof – nur nach und nach erfolgen. Das ist eine Aufgabe von Jahrzehnten, so der Bürgermeister.

Eine Neustrukturierung der Friedhofsanlage, die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, den Ausbau der Hauptwege - gerade für die ältere Generation-, die Verbesserung der Infrastruktur und die Schaffung neuer Bestattungsangebote, seien die Leitziele der neuen Friedhofs-Konzeption, so Landschaftsarchitekt Ralf Wermuth in seinem Vortrag. Im Blick habe sein Büro auch die Frage, wo auf dem 4.300 Quadratmeter großen Friedhof geeignete Flächen für neue Bestattungsformen vorhanden seien. Wermuth brachte unter anderem ein gärtnergepflegtes Grabfeld, Urnenwände sowie ein Areal für anonyme oder halbanonyme Bestattungsmöglichkeiten ins Gespräch. Wenn neue Formen angeboten würden – etwa Urnenwände – würden sie auch angenommen. Neben neuen Bestattungsformen steht die Aufwertung der Aufenthaltsqualität auf dem Friedhof bei der Konzeption im Vordergrund. Etwa durch eine verbesserte Eingangssituation, gepflasterte Hauptwege, eine gute Beschattung, dezentrale Angebote für Grünschnitt, eine Wasserversorgung mit einer Dauerwasserstelle auch im Winter und durch mehr Sitzgelegenheiten könne der Friedhof einen Parkcharakter erhalten. Auch den Baumbestand will der Planer auf den Prüfstand stellen.
Text: Marianne Ambs

2018 Erste Entwürfe im Gemeinderat zu neuen Bestattungsformen...

Tipp: Zur Vergrößerung Miniaturbild anklicken. Anklicken der Vergrößerung springt zurück...
Plan Umgestaltung 2018-01 Plan Umgestaltung 2018-02
Alle Bilder: Landschaftsplanungsbüro Wermuth