Um das kulturelle und gesellschaftliche Angebot für ältere Menschen in Gottenheim auszubauen, will die Gemeinde künftig regelmäßig große Seniorennachmittage veranstalten, hatte Bürgermeister Volker Kieber in der persönlichen Einladung an die älteren Mitbürger geschrieben. Um Ilse Hess und ihr Team vom Altenwerk zu entlasten hatte der Bürgermeister Ende 2007 die Organisation eines großen Seniorennachmittages in der Turnhalle der Grund- und Hauptschule in Angriff genommen. Zur Mitarbeit hatte er alle in der Seniorenarbeit engagierten Vereine und Gruppen aufgerufen. Integriert in das bunte Programm wurde die Vorführung von Filmen über die 900-Jahr-Feier, die der Gottemer Filmemacher Dagobert Stöhr damals gedreht hatte.
Viele der Eingeladenen kamen zu mir ins Rathaus,um persönlich die Anmeldung abzugeben, freute sich der Bürgermeister über das Interesse der Senioren. Doch von der stolzen Anzahl der 220 Bürgerinnen und Bürgern am Freitagnachmittag waren BM Kieber und die bewirtenden Landfrauen dann doch überrascht. Hausmeister Giuseppe Maiolo organisierte schnell weitere Tische und Stühle und die Landfrauen um Agathe Hagios bemühten sich mit Kaffee kochen nachzukommen. Als BM Volker Kieber die Senioren schließlich begrüßte, dankten diese mit einem anhaltenden Applaus für die Einladung. Und es wurde ein unterhaltsamer und interessanter Nachmittag. Bis in den Abend saßen die älteren Bürgerinnen und Bürger plaudernd beisammen und erinnerten sich an alte Zeiten oder tauschten Neuigkeiten aus.
Alt und Jung begegnen sich, die 19 Bewohner des örtlichen Seniorensitzes zum Seniorennachmittag begleitet hatten, dankte der BM für die engagierte Mitarbeit. Einige Senioren hatten den Abhol- und Bringdienst der Freiwilligen Feuerwehr in Anspruch genommen. Diese wurden von den Feuerwehrmännern um den neuen Kommandanten Jens Braun mit dem Feuerwehrauto abgeholt, zur Halle gefahren und am Ende der Veranstaltung wieder nach Hause gebracht. Auch eine Abordnung des DRK Gottenheim war vor Ort, um bei Bedarf den Besuchern behilflich zu sein.
Durch diese Filme habe ich die Gottenheimer und meinen Vorgänger Alfred Schwenninger besser kennen gelernt. Er sei beeindruckt, was die Bürger der Tuniberggemeinde 1986 auf die Beine gestellt hatten. Auch Dagobert Stöhr war überrascht vom Erfolg des Nachmittags:
Als zum Schluss auch noch das Badnerlied mitgesungen wurde, war mir klar, dass durch die Filme das Publikum vom Festjahr 1986 wieder eingeholt worden war.
Spätestens im kommenden Jahr wird wieder ein großer Seniorennachmittag der Gemeinde stattfinden.